Bahnhof Leiden: : sanitäres Pilotprojekt mit höchstem Hygiene-Standard

Bedarfsgerechte Ausstattung durch modulares System / Individuelle Kombination von bis zu sieben Modulen / Ausschließlich berührungslose Bedienelemente / Schnelle Sanierung durch vorgefertigte Komponenten / Hochwertige Sanitärobjekte für unterschiedliche Einsatzbereiche / Betriebskostensenkung mit wasserlosen Urinalen /

 

 

Leiden/Ratingen. Ein neues Sanitärkonzept für hochfrequentierte niederländische Bahnhöfe soll den Besuch der Toiletten zu einem Erlebnis machen: Das von dem deutschen Planungsbüro BauTec gemeinsam mit der niederländischen Bahngesellschaft NS-Stations entwickelte Projekt „WelCome“ besteht aus einem modularen System, das höchste Ansprüche hinsichtlich der eingesetzten Materialien sowie der optischen und hygienischen Gesichtspunkte erfüllt. Dazu gehören ein Empfangs- und Informations-Counter, ein WC-Kabinen-, ein Waschtisch- und ein Urinal-Modul sowie ein barrierefreies WC, eine Familien-WC-Kabine und ein Duschkabinen-Modul. Die einzelnen Module lassen sich beliebig oft und je nach Größe sowie Zuschnitt der verfügbaren Fläche zusammenstellen. Wesentliches Merkmal des Konzepts ist der hohe Hygienestandard. Deshalb werden bei den Türöffnern, Spülvorrichtungen, Waschtischarmaturen, Seifenspendern und Handtrocknern berührungslose Bedienelemente eingesetzt.

 

Dieses Konzept wurde erstmalig als Pilotprojekt bei der Sanierung der Sanitäranlagen des Bahnhofs Leiden umgesetzt. Mit über 60.000 Fahrgästen täglich zählt er zu den frequenzstärksten Bahnhöfen in den Niederlanden. Da die Module bereits vorgefertigt an die Baustelle angeliefert wurden, konnte durch die ausführende Baufirma Hering-Bau eine schnelle Umsetzung gewährleistet werden. Die hochwertige Optik kommt vor allem durch die Wandverkleidung mit 100 x 200 cm großen Glaspaneelen und die eleganten Sanitärobjekte zum Ausdruck.

 

Die hierfür ausgewählten WCs „Preciosa“ von Keramag überzeugen durch ihre reinigungsfreundliche, puristische Gestaltung, die Rechteck und Kreis optisch attraktiv verbindet. In der Familien-WC-Kabine sorgt ein zusätzliches Kinder-WC dafür, dass auch die kleinen Nutzer auf einem speziell auf ihre Körpergröße zugeschnittenen WC selbstständig ihr Geschäft verrichten können. Im Herren-Bereich nehmen Urinale vom Typ „Centaurus“ die puristisch-klare Formgebung auf. Sie funktionieren komplett wasserlos und reduzieren damit erheblich die Betriebskosten. Dies ist möglich durch eine speziell entwickelte Gummimembran, die sich nur beim Kontakt mit Flüssigkeit öffnet. Nach dem Gebrauch schließt sie sich sofort wieder und verhindert so eine Geruchsentwicklung.

 

Auch die WC-Spülungen und die Armaturen der Handwaschbecken sind mit berührungslos funktionierender Sensortechnik ausgestattet. Selbst die Türen sind über sensorgesteuerte Elektromagneten verschließbar. Im geöffneten Zustand werden sie durch Federspannscharniere offen gehalten. So braucht im gesamten Sanitärbereich nichts angefasst zu werden, worauf sich Bakterien absetzen könnten.

 

Gerade auf Grund dieser besonderen Hygiene ist das Sanitärkonzept im Bahnhof Leiden von den Fahrgästen der niederländischen Bahn ausgesprochen gut angenommen worden und wird – trotz kostenpflichtigem Zugang – gerne und oft genutzt. Angesichts der positiven Erfahrungen ist davon auszugehen, dass sich „WelCome“ auch bei weiteren Sanierungen von Sanitäranlagen auf niederländischen Bahnhöfen durchsetzen wird.